Out of Africa…….more than just a journey

Namibia:

  • Fläche: 824’100 km2 vs. Schweiz 41’000 km2
  • Einwohner: 2.3 Mio vs. Schweiz 8.3 Mio
  • 2.8 Einwohner pro km2 vs. Schweiz 200 Einwohner pro km2
  • Bruttoinlandprodukt pro Kopf: $ 4’600 vs. Schweiz $ 83’000

Namibia ist aufgrund des großen Flächenanteils der Namib-Wüste nur sehr dünn besiedelt. Nach der Mongolei ist Namibia als der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Erde.

18 Prozent der Bevölkerung leben unter der namibischen Armutsgrenze. 10 Prozent der Bevölkerung leiden unter HIV/Aids. Lebenserwartung 63.

Namibia hat eines der besten medizinischen Systeme des afrikanischen Kontinents. 37 Ärzte pro 100.000 Einwohner und damit eines der besten Arzt-Einwohner-Verhältnisses Afrikas.

 

Botswana:

  • Fläche: 581’300 km2 vs. Schweiz 41’000 km2
  • Einwohner: 2.2 Mio vs. Schweiz 8.3 Mio
  • 4 Einwohner pro km2 vs. Schweiz 200 Einwohner pro km2
  • Bruttoinlandprodukt pro Kopf: $ 6’900 vs. Schweiz $ 83’00

70 % der Bevölkerung leben in Städten. Botswana zählt damit zu den am stärksten urbanisierten Ländern des Kontinents

Unter den Staaten des südlichen Afrikas weist Botswana den höchsten Index der menschlichen Entwicklung sowie die nach Ansicht von Transparency International niedrigste Korruptionsanfälligkeit der afrikanischen Länder auf.

Etwa 23 Prozent der 15- bis 49-Jährigen sind mit HIV infiziert – die weltweit dritthöchste Prävalenz.

 

Simbabwe:

  • Fläche: 390’700 km2 vs. Schweiz 41’000 km2
  • Einwohner: 16.5 Mio. vs. Schweiz 8.3 Mio
  • 42 Einwohner pro km2 vs. Schweiz 200 Einwohner pro km2
  • Bruttoinlandprodukt pro Kopf: $ 977 vs. Schweiz $ 83’000

 

In Simbabwe sind Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht weit verbreitet. Im Index der menschlichen Entwicklung nimmt Simbabwe unter 188 Ländern den 155. Platz ein.

Seit der Gründung der britischen Kolonie Rhodesien im 19. Jahrhundert, wanderten weiße Händler und Farmer ein. Doch schon bald nach der Unabhängigkeit des heutigen Simbabwe, ging deren Zahl zurück. Da diese Bevölkerungsgruppe eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben spielte, trug ihre Auswanderung seit den 1980er Jahren zur Verschärfung der wirtschaftlichen Probleme des einst für afrikanische Verhältnisse reichen Landes bei. Viele Farmer sind in benachbarte Länder ausgewandert, wo sie ihre landwirtschaftlichen Fähigkeiten einsetzten. Heute leben weniger als 20.000 Europäer im Land

Rund ein Siebtel der erwachsenen Bevölkerung ist der Krankheit HIV/Aids betroffen. Fast 80 % aller mit HIV infizierten Jugendlichen sind Frauen. Eine neue soziale Randgruppe sind die sogenannten AIDS-Waisen. Lebenserwartung 61.

 

Link zu unserer Reise:

https://www.easymapmaker.com/map/76b3bf6ef6950a8f721561586a90276c

 

Spät am Abend  stiegen  wir in Zürich  in unseren SWISS-Flieger. Rund 10 Stunden Flugzeit  nach Johannesburg (Südafrika), 2 Stunden Weiterflug nach Windhoeck (Namibia). Auto in Empfang nehmen und ab geht unser Abenteuer. Rechts gelenkt und links gefahren…..

Barbara hat mit dem Reisebüro jeweils die Uebernachtungen gebucht und somit die Reiseroute festgelegt. Tagesrouten zwischen 150 und 550 Kilometer mussten hinter sich gebracht werden. Wir empfanden diese Art zu reisen als genial. Die Uebernachtung ist gesichert und steht fest, aber tagsüber ist man frei und kann selber das Tempo und die Anreisestrecke bestimmen.

 

 

Bereits nach den ersten paar Kilometern sahen wir sie……

Warthogs (Warzenschweine….Hakuna Matata)

 

 

Die Reise führte uns Richtung Norden zum weltbekannten Etosha Nationalpark. Ein paar Eindrücke auf  dem Weg dorthin:

 

Link zu Etosha:

https://de.wikipedia.org/wiki/Etosha-Nationalpark

 

Link zu Hoba Meteorit:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hoba_(Meteorit)

 

Ein paar Eindrücke unterwegs inkl. Reifenpanne und Behebung:

 

Weiter ging es in Nord Oestlich, Richtung Simbabwe:

 

Link zu den Viktoriafällen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Victoriaf%C3%A4lle

 

Süd-Westen, Richtung Botswana

Link zu Okavango und Chobe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Okavangodelta

https://de.wikipedia.org/wiki/Chobe-Nationalpark

 

Westlich Richtung Windhoeck:

Noch eine lustige Anekdote:

René fuhr auf einer langen langen langen langen, geraden geraden geraden Strecke mit dem Tempomat. Schön eingestellt auf 110 km/h. Auf einmal kommt uns ein Pick up Fahrzeug entgegen und zwingt uns mit Blaulicht zum Anhalten. Polizei von Botswana!

Okay, kein Problem. Wir haben alles dabei, sogar den internationalen Führerausweis. Die zwei Beamten  steigen aus und fragen uns wer wir sind, woher wir kommen und wie uns Botswana gefällt. Wir beantworten ruhig alle Fragen…..nun fragen wir, weshalb sie uns mit Blaulicht angehalten haben.

Die Antwort zeigt er uns auf der Radarpistole! Radar im Nirgendwo!! Statt der 110 wäre nur 80 km/h erlaubt….auf einer Strecke von rund 20 Kilometern…..!

René sieht sich schon in einem Gefängnis von Botswana! 30 km/h zuviel kostet viel oder sogar mehr!

Die beiden Beamten sind aber so was von anständig und teilen uns mit, dass wir als Touristen dem Land weiterhelfen und ein sehr wichtiger Faktor für das Wohlergehen vieler sind. Deshalb möchten sie uns nicht gross bestrafen, müssen aber dennoch eine Busse ausstellen. Sie streichen kurzerhand die 110 auf 90 km/h!! Somit bezahlen wir $ 26.- statt $ 85.-.

Solche Erlebnisse erwärmen immer wieder unsere Herzen. Einheimische, welche sich für den Besuch in ihrem Land bedanken.

 

 

 

Slowakei…das unbekannte Land in der Mitte Europas

Link zur Slowakei

https://de.wikipedia.org/wiki/Slowakei

Link zu unserer Reisestrecke:

https://www.easymapmaker.com/map/03693c7e0e699f69989c1a41698a2be4

Kurz vor der Reise in die Slowakei lief uns Obelix über den Weg…………..

Obelix ist ein kurzes, aber hohes Wohnmobil auf der Basis Fiat Ducato/Citroen Jumper/Peugeot Boxer. Kurz da nur 5 Meter lang, hoch da mit der Sat-Schüssel 3.20 Meter.

Wir hatten die Idee, wir müssten etwas mehr Platz und vor allem, etwas mehr Komfort auf unseren Reisen haben. So kauften wir spontan Obelix. Unser Zebra hatte keine Freude daran und stand ruhig aber einsam in einem Unterstand…………

Die erste (und einzige) Tour mit Obelix führte uns in die Slowakei. Das Land wird mit grossem Abstand am meisten von Tschechen und Polen bereist. Schweizer trifft man selten oder gar nie.

Das Land ist einfach zu bereisen. Alles gut ausgeschildert, die Strassen sind in einem guten Zustand und der Euro ist auch eingeführt. Einzig die Sprache, also die Verständigung mit der lokalen Bevölkerung, empfanden wir als etwas schwierig. Deutsch wird noch von der älteren Generation verstanden, die junge Generation spricht meistens Englisch. Dennoch hätte es viel bessere  Gespräche gegeben, wenn wir etwas hätten Russisch sprechen können…..daran müssen wir also noch arbeiten!

Die Campingplätze sind etwas „hinter der Zeit“ zurück und haben den typischen Ostblock-Look. Wir waren überrascht, wie wenig Wohnmobile oder Wohnwagen wir gesehen haben. Die meisten Besucher sind mit dem Zelt unterwegs oder schlafen direkt im Auto.

Unsere Highlights waren:

  • Stadt Bratislava
  • Stadt Piest’Any mit den Schwefelbäder
  • Stadt Kosice
  • Stadt Levoca mit der St. Jakob Kirche Apostel Altar
  • Stadt Kezmarok
  • Dorf Cicmany mit den Holzhäusern
  • Zipser Burg
  • Klein und Grosses Tatra-Gebirge
  • Dobsina-Eishöhle
  • Dorf Nova Sedlica mit dem Dreiländereck Slowakei/Polen/Ukraine und den Buchenurwäldern

Ein grosser Dank geht an:

  • KK…K-Klaus. Danke für die vielen Tipps. Ein echter Landeskenner!
  • Jelena, Hotel Radisson in Bratislava. Ohne ihre Hilfe wäre die erste Nacht sehr ungemütlich geworden!

Nach etwas mehr als zwei Wochen sind wir wieder in die Schweiz gefahren. Den Obelix haben wir drei Tage später inseriert und verkauft. Wir wollen Europa wieder mit unserem Zebra bereisen. Der Pick-up-Camper passt einfach besser zu uns…………..

 

 

 

 

 

Ein Insider-Bericht aus Kuba

Wir hatten das Glück, mit einigen Einheimischen über den Alltag in Kuba zu diskutieren:

< Für ein Haus bezahlt man nur das Baumaterial. Das Land ist nicht käuflich und gehört somit immer dem Staat. Das Haus kann jederzeit verkauft werden, die zu bezahlende Steuer beträgt 4% vom Verkaufspreis. Im Osten Kubas sind die Häuser viel günstiger als im Westen.

< Ein Arzt betreut im Schnitt 120 Personen

< Zurzeit werden viele Elektroroller importiert und günstig an den Mann gebracht. Leider geht jeder Akku einmal kaputt und Ersatzakkus gibt es nicht (soweit wird in Kuba nicht überlegt). So stehen nun überall Elektroroller herum, die niemand mehr brauchen kann.

< Im Dezember bekommt jeder Haushalt Lebensmittelkarten für 12 Monate. Mit diesen Lebensmittelkarten gibt es unter anderem jeden Monat pro Person: 5 Eier, 1 kg Salz, 5 dl Oel, 3 kg Reis, 3 kg Bohnen und täglich ein Brot.

< Die US-Fahrzeuge sind alle in privatem Besitz. Die moderneren Fahrzeuge gehören dem Staat, dem Militär oder den Politikern. Moderne Autos sind für den normalen Bürger unerschwinglich.

<  1 Liter Diesel kostet  1 Euro. Benzin gibt es in verschiedenen Qualitäten (0.80 für schlechte Qualität, 1 Euro für bessere Qualität).

< Kühlschränke sind teuer, gegen 2000.- Euro. Strom kostet allgemein sehr viel. Deshalb kann sich fast niemand eine Klimaanlage leisten. Private Klimaanlagen sind der pure Luxus.

< Stimmberechtigt ist man in Kuba bereits ab 14 Jahren. Das Volk wählt jemand für die Ämter. Die Ämter wählen das Parlament. Das Parlament  wählt den Präsidenten…..so zumindest die Theorie….

< Alle Kubaner sprechen vom „Vitamin R“. Damit ist der Rum gemeint!

< Eine Scheidung kostet in Kuba nichts….rund 4 Euro! Aber man darf anschliessend 1 Jahr lang nicht heiraten. Dies aufgrund einer möglichen Schwangerschaft.

< 2016 wurde viel in die Landwirtschaft investiert. Rund 600’000 Landmaschinen und Geräte wurden aus China und Russland importiert.

< Der Verdienst ist sehr tief. Eine Person die im Monat max. 60 Euro verdient, bezahlt 3 % Steuern. Eine Person bis max. 200 Euro im Monat 5 % Steuern.

< Ein Mitarbeiter in einer Tabakfabrik stellt im Durchschnitt 120 Zigarren am Tag her. Arbeitszeiten: 08.00 bis 12.00 / 13.00 bis 17.00. 6 Tage die Woche. Verdienst im Monat rund 30 Euro.

< Unser Kellner im Hotel war ausgebildeter Krankenpfleger. Er sprach fliessend Englisch und Deutsch. Das Hotel gehört einer spanischen Hotelkette und hat  deshalb auch etwas moderate Arbeitsverträge. Ebenfalls 6 Arbeitstage die Woche. 4 Wochen bezahlter Urlaub im Jahr. Verdienst 50 Euro im Monat plus Trinkgeld.

< 2 Jahre Militärpflicht für die Männer. Frauen-Militärdienst ist freiwillig. Der Sold ist enorm tief. So wie wir verstanden haben 4 Euro im Monat. Dafür 3x täglich Essen und Trinken und gratis eine Wohnunterkunft. Die Soldaten haben viele Produkte günstiger, wie zB. TV und Kühlschränke.

< Die Sonderperiode:

Als Sonderperiode bezeichnet man in Kuba die grosse Wirtschaftskrise in den 90er Jahren. Die Ursache war der Niedergang der DDR und der Sowjetunion.

Der Niedergang der beiden Ländern traf Kuba hart. Vertragsgemäße Lieferungen von Erdöl aus der Sowjetunion wurden nach dem Jahr 1991 eingestellt. Im darauffolgenden Jahr importierte Kuba nur noch rund 10 % des Öls von vor dem Zerfall der Sowjetunion. Der kubanische Staatspräsident bereitete in einer Fernsehenansprache die Kubaner auf die drohende Krise in der Energieversorgung vor. Der Ölengpass führte schnell zu einem starken Abfall der Produktivität. Nichts ging mehr ohne Erdöl.

Der erste Abschnitt der Sonderperiode war gekennzeichnet von einem allgemeinen Zusammenbruch der Industrie, des Verkehrs und der Landwirtschaft. Es fehlten Düngemittel und Pestiziden, beide stark ölabhängig. Außerdem kam es zu einer weit verbreiteten Nahrungsmittelknappheit. Entwicklungshelfern aus aller Welt kamen in das Land, um den Kubanern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, indem sie ihnen beispielsweise zeigten, wie man Felder und Beete bestellt.

Die kubanische Regierung sah sich außerdem gezwungen, gewinnbringende Verträge im Bereich von Wirtschaft und Tourismus mit westeuropäischen (Spanien und Frankreich) und südamerikanischen Firmen zu schließen. Außerdem sah sich das Land mit dem nahezu vollständigen Zusammenbruch der Lieferungen von Stahl konfrontiert. Im ganzen Land wurden Industriebetriebe geschlossen, was die industrielle Basis des Landes zerstörte und viele Arbeitsplätze kostete. Es wurden alternative Transportmöglichkeiten im Nahverkehr geschaffen. Am bekanntesten dürften die so genannten Kamelle sein, große Sattelauflieger, die zu Bussen umgerüstet wurden.

Fleisch und andere Produkte des täglichen Bedarfs, welche stark von der veralteten industriellen und ölabhängigen Produktion abhängig waren, verschwanden bald vom Markt. Aus der Not heraus wurden vegetarische Ernährungsgewohnheiten angenommen.

Nachdem 1998 in Venezuela Präsident Hugo Chavez gewählt wurde, fokussierte die kubanische Regierung intensiv die Kooperation mit diesem ölreichen Land. NUESTRO MEJOR AMIGO….

Venezuela steht nun auch vor dem totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Deshalb konzentriert sich Kuba nun intensiv auf China und immer wie mehr auch auf Spanien.