Ein Insider-Bericht aus Kuba

Wir hatten das Glück, mit einigen Einheimischen über den Alltag in Kuba zu diskutieren:

< Für ein Haus bezahlt man nur das Baumaterial. Das Land ist nicht käuflich und gehört somit immer dem Staat. Das Haus kann jederzeit verkauft werden, die zu bezahlende Steuer beträgt 4% vom Verkaufspreis. Im Osten Kubas sind die Häuser viel günstiger als im Westen.

< Ein Arzt betreut im Schnitt 120 Personen

< Zurzeit werden viele Elektroroller importiert und günstig an den Mann gebracht. Leider geht jeder Akku einmal kaputt und Ersatzakkus gibt es nicht (soweit wird in Kuba nicht überlegt). So stehen nun überall Elektroroller herum, die niemand mehr brauchen kann.

< Im Dezember bekommt jeder Haushalt Lebensmittelkarten für 12 Monate. Mit diesen Lebensmittelkarten gibt es unter anderem jeden Monat pro Person: 5 Eier, 1 kg Salz, 5 dl Oel, 3 kg Reis, 3 kg Bohnen und täglich ein Brot.

< Die US-Fahrzeuge sind alle in privatem Besitz. Die moderneren Fahrzeuge gehören dem Staat, dem Militär oder den Politikern. Moderne Autos sind für den normalen Bürger unerschwinglich.

<  1 Liter Diesel kostet  1 Euro. Benzin gibt es in verschiedenen Qualitäten (0.80 für schlechte Qualität, 1 Euro für bessere Qualität).

< Kühlschränke sind teuer, gegen 2000.- Euro. Strom kostet allgemein sehr viel. Deshalb kann sich fast niemand eine Klimaanlage leisten. Private Klimaanlagen sind der pure Luxus.

< Stimmberechtigt ist man in Kuba bereits ab 14 Jahren. Das Volk wählt jemand für die Ämter. Die Ämter wählen das Parlament. Das Parlament  wählt den Präsidenten…..so zumindest die Theorie….

< Alle Kubaner sprechen vom „Vitamin R“. Damit ist der Rum gemeint!

< Eine Scheidung kostet in Kuba nichts….rund 4 Euro! Aber man darf anschliessend 1 Jahr lang nicht heiraten. Dies aufgrund einer möglichen Schwangerschaft.

< 2016 wurde viel in die Landwirtschaft investiert. Rund 600’000 Landmaschinen und Geräte wurden aus China und Russland importiert.

< Der Verdienst ist sehr tief. Eine Person die im Monat max. 60 Euro verdient, bezahlt 3 % Steuern. Eine Person bis max. 200 Euro im Monat 5 % Steuern.

< Ein Mitarbeiter in einer Tabakfabrik stellt im Durchschnitt 120 Zigarren am Tag her. Arbeitszeiten: 08.00 bis 12.00 / 13.00 bis 17.00. 6 Tage die Woche. Verdienst im Monat rund 30 Euro.

< Unser Kellner im Hotel war ausgebildeter Krankenpfleger. Er sprach fliessend Englisch und Deutsch. Das Hotel gehört einer spanischen Hotelkette und hat  deshalb auch etwas moderate Arbeitsverträge. Ebenfalls 6 Arbeitstage die Woche. 4 Wochen bezahlter Urlaub im Jahr. Verdienst 50 Euro im Monat plus Trinkgeld.

< 2 Jahre Militärpflicht für die Männer. Frauen-Militärdienst ist freiwillig. Der Sold ist enorm tief. So wie wir verstanden haben 4 Euro im Monat. Dafür 3x täglich Essen und Trinken und gratis eine Wohnunterkunft. Die Soldaten haben viele Produkte günstiger, wie zB. TV und Kühlschränke.

< Die Sonderperiode:

Als Sonderperiode bezeichnet man in Kuba die grosse Wirtschaftskrise in den 90er Jahren. Die Ursache war der Niedergang der DDR und der Sowjetunion.

Der Niedergang der beiden Ländern traf Kuba hart. Vertragsgemäße Lieferungen von Erdöl aus der Sowjetunion wurden nach dem Jahr 1991 eingestellt. Im darauffolgenden Jahr importierte Kuba nur noch rund 10 % des Öls von vor dem Zerfall der Sowjetunion. Der kubanische Staatspräsident bereitete in einer Fernsehenansprache die Kubaner auf die drohende Krise in der Energieversorgung vor. Der Ölengpass führte schnell zu einem starken Abfall der Produktivität. Nichts ging mehr ohne Erdöl.

Der erste Abschnitt der Sonderperiode war gekennzeichnet von einem allgemeinen Zusammenbruch der Industrie, des Verkehrs und der Landwirtschaft. Es fehlten Düngemittel und Pestiziden, beide stark ölabhängig. Außerdem kam es zu einer weit verbreiteten Nahrungsmittelknappheit. Entwicklungshelfern aus aller Welt kamen in das Land, um den Kubanern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, indem sie ihnen beispielsweise zeigten, wie man Felder und Beete bestellt.

Die kubanische Regierung sah sich außerdem gezwungen, gewinnbringende Verträge im Bereich von Wirtschaft und Tourismus mit westeuropäischen (Spanien und Frankreich) und südamerikanischen Firmen zu schließen. Außerdem sah sich das Land mit dem nahezu vollständigen Zusammenbruch der Lieferungen von Stahl konfrontiert. Im ganzen Land wurden Industriebetriebe geschlossen, was die industrielle Basis des Landes zerstörte und viele Arbeitsplätze kostete. Es wurden alternative Transportmöglichkeiten im Nahverkehr geschaffen. Am bekanntesten dürften die so genannten Kamelle sein, große Sattelauflieger, die zu Bussen umgerüstet wurden.

Fleisch und andere Produkte des täglichen Bedarfs, welche stark von der veralteten industriellen und ölabhängigen Produktion abhängig waren, verschwanden bald vom Markt. Aus der Not heraus wurden vegetarische Ernährungsgewohnheiten angenommen.

Nachdem 1998 in Venezuela Präsident Hugo Chavez gewählt wurde, fokussierte die kubanische Regierung intensiv die Kooperation mit diesem ölreichen Land. NUESTRO MEJOR AMIGO….

Venezuela steht nun auch vor dem totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch. Deshalb konzentriert sich Kuba nun intensiv auf China und immer wie mehr auch auf Spanien.

 

 

 

Hotel Blau Varadero Cuba

Ein Hotel nur für Erwachsene. Keine Kinder erlaubt.

Blau Varadero ist ein majestätisches Hotel an der ersten Line des berühmten Strandes von Varadero. Es ist ein modernes 13-stöckiges Gebäude mit einer spektakulären Aussicht auf das Meer.

Es liegt 15 km von dem Zugang der Halbinsel Varadero entfernt, gegenüber der Marina Chapelín.

Es ist ideal für diejenigen, die die Schönheit und die Umgebung des bedeutendsten Strandes von Kuba genießen möchten, sowie den besten Speisen und einen ausgezeichneten Servicel.


Blau Varadero
 bietet:

  • Auto- und Motorradverleih
  • Reinigungsdienst
  • Medizinischer Notdienst
  • Souvenir-Shop
  • Tauchschule für Anfänger
  • Friseur und Massagen
  • Apotheke
  • WLan (Rezeption und Piano Bar. Gegen Gebühr)

Blau Varadero, ALL INCLUSIVE HOTEL:

  • Frühstück, Mittag- und Abendessen
  • Live-Musik in unseren Bars und Restaurants
  • Einheimische und internationale Getränke rund um die Uhr
  • Snack-Bar-Service rund um die Uhr
  • Chiringuito
  • Einmal wöchentlich ein Abendessen in unserem Spezialitäten-Restaurant
  • Einmal wöchentlich ein typisch kubanisches Abendessen
  • Die Minibar wird täglich mit Wasser und einheimischen Getränken bestückt
  • Themenabende in unserem Flamboyan Buffet.
  • Fitnessraum, Sauna und Jacuzzi,
  • Freier Zugang zu den Sporteinrichtungen
  • Salsaunterricht
  • Tennisplätze und Bogenschießen.

 

Wir genossen anschliessend noch 1.5 Wochen Badeurlaub in einer traumhaften Hotelanlage. Jeden Mittag punkt 12.00 Uhr begann der Salsa-Kurs…..dies bei 35 Grad Hitze……

Am letzten Tag hat sich René 3x mal beim Zimmertresor vertippt. Fazit: der Tresor war gesperrt und konnte durch uns nicht mehr geöffnet werden…..

Wir telefonierten an die Reception und ein Mann mit einem Laptop kam vorbei. Er steckte das Kabel an den Tresor und tippte ein paar Geheimzahlen in den Computer. Dies machte er immer und immer wieder. Nach 10 Minuten fragten wir den schwitzenden Mitarbeiter  was los sei……er tue ihm unendlich leid, aber er könne den Tresor  mit der Elektronik nicht öffnen. Er hätte so einen Fall noch nie gehabt! Typisch…wieder bei uns!!

Wir erklärten ihm, dass wir morgen früh nach Havanna reisen um dort die Rückreise anzutreten. Der Tresor müsse geöffnet werden.

Der immer  mehr ins schwitzen kommende Mitarbeiter rief über Funk den Tagesverantworlichen an. Der Chef stand kurze Zeit später ebenfalls in unserem Zimmer. Die beiden diskutieren heftig….der Chef teilte uns anschliessend mit, dass mit der Elektronik des Tresors etwas nicht stimme. Wahrscheinlich hatte Rene den falschen Code viel zu oft eingetippt…..ein Totalausfall war die Folge. Barbara bestrafte Rene mit einem Killerblick!!

Die beiden Herren schlug vor, ein Bohrmaschine und ein Schweissgerät  zu organisieren. Damit könne den Tresor geöffnet werden. Eine andere Möglichkeit sehen sie nicht. Selbstverständlich müssten wir die Kosten dafür übernehmen……..

Wir erklärten den beiden, dass ein Schweissgerät nicht ideal sei. All unsere Dokument und Bargeld  und Schmuck seien im Tresor…..was tun??

Barbara, die Praktische (Frauen-Logik), befahl uns drei Männern aus dem Zimmer zu gehen. Sie brauche Zeit zum Ueberlegen…..

Mit einer unglaublichen Ruhe und Sorgfalt tippte Barbara Zahlenkombinationen ein. Sie versetzte sich in Renés Lage und überlegte, wo er wohl falsch getippt hatte.Leider wurde die Zahlentastatur nach 3 Fehlversuchen wieder für eine Minute gesperrt. Aber Wonderwoman schafft das Unmögliche…..nach ein paar Versuchen und Simsalabim, ertönte das vertraute Türilüüü, OPEN  und wie von Zauberhand  öffnete sich dieser „Schei….Tresor“ endlich.

Zur Feier des Tages, spielt Rene den Gentleman wie noch fast nie…….

Rundreise „Faszination Kuba“


Unsere Reise beginnt in der Hauptstad Havanna. Eine geschichtsträchtige Stadt mit Charme. Uns hat es gefallen, dass Havanna mehr oder weniger so geblieben ist, wie vor Jahrzehnten. Nirgends Hochhäuser oder Wolkenkratzer. Alte, prächtige Gebäude prägen die Stadt. Die Besichtigung einer Rum-Fabrik darf natürlich nicht fehlen. Abends besuchten wir den weltbekannte Club „buena vista social club“, ein Erlebnis, welches wir nie vergessen werden.

Für Interessierte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Havanna

https://de.wikipedia.org/wiki/Buena_Vista_Social_Club

 

Anschliessend ging es in die Provinz Pinar del Rio, die westlichste Provinz Kubas. Wir besichtigen eine traditionsreiche Tabakfabrik und erfahren viel über die Tabakherstellung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pinar_del_R%C3%ADo

 

Später fuhren wir durch die zauberhafte Landschaft in das denkmalgeschützte Dorf Vinales.

Für Interessierte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Vi%C3%B1ales_(Kuba)

Am 4. Tag fuhren wir in die UNESCO-Stadt Cienfuego, auch die „Perle des Südens“ genannt. Gegen Abend ging es in den Nationalpark Topes de Collantes, wo wir auch die nächsten zwei Tagen übernachteten.

Für Interessierte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Cienfuegos_(Stadt)

Tag darauf stand eine Safari mit einem russischem Truck auf dem Programm. Wir besuchten atemberaubende Aussichtspunkte, passierten typische kubanische Bauerndörfer und genossen die einzigartige Natur und Vegetation. Eine Wanderung zu einem Wasserfall mitten im Dschungel durfte natürlich nicht fehlen. Am Abend betranken wir uns auf einer Katamaran-Fahrt………..

Für Interessierte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Topes_de_Collantes

Nach dem Frühstück besuchten wir ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt Trinidad mit ihren vielen Kolonialbauten und Kirchen gehört zu den schönsten Orten Kubas. Am späteren Nachmittag ging es nach Cayo Santa Maria.

Für Interessierte:

https://de.wikipedia.org/wiki/Trinidad_(Kuba)

Am letzten Tag fahrt nach Remedios und Stadtbesichtigung. Auf der Rückfahrt nach Varadero machten wir Halt in Santa Clara, mit einem obligatorischen Besuch des Mausoleums von Ernesto Che Guevara. In Varadero angekommen, checkten wir in unserem traumhaften Hotel ein…..weiter im letzten Teil…..

https://de.wikipedia.org/wiki/Monumento_Memorial_Che_Guevara