Pinzgauer kommt in gute Hände……

Bei uns fehlt es einfach an Platz!

Schweren Herzens hat sich René von seinem einzigartigen Pinzgauer getrennt. Das Spezialfahrzeug kommt aber in sehr gute Hände.

Michel, ein ehemaliger Overlander, hat wieder das Fernweh gepackt. Für seine geplante Tour Richtung Osten suchte er das passende, stabile, fernwehtaugliche Fahrzeug…..und hat es in unserem Pinzgauer gefunden.

Es freut uns, dass der Pinz auf die grosse Reise darf. Gerne würden wir gleich mitgehen…aber das ist eine andere Geschichte…..

Link zu Michel’s Reiseblog:       http://pinz-auf-reisen.blogspot.ch/

Hier ein paar Bilder vom Fahrzeug und von der Uebergabe:

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u/Zukunft und Fakten zu Reise 2015/2016

in den nächsten Wochen:

In unserer grossen Eigentumswohnung lebt eine glückliche, junge Familie und so soll es auch bleiben. Deshalb werden wir uns auf die Suche nach einer kleineren Wohnung machen. Den Kanton werden wir auch wechseln….tschüss Bern, willkommen Solothurn!

< Hat jemand Interesse an dem Kennzeichen: BE 10’680 ? Wenn ja, bitte melden…….

< Wenn jemand eine tolle Wohnung weiss, bitte melden…….

Dann werden wir uns wohl oder übel den ganzen administrativen Dingen zuwenden müssen (Versicherungen, Krankenkasse, Behörden usw.).

René wird bereits am 02. August seine Arbeit aufnehmen. Er wird sich an den zwei Firmen des ehemaligen Arbeitgebers beteiligen und wird somit Mitinhaber. Barbara nimmt es etwas gemütlicher…. Sie will nicht mehr als Klassenlehrerin tätig sein, sondern wird in diversen Schulen der Stadt Biel und im Dorf Lengnau Stellvertretungen geben.

Ausserdem stehen bereits wieder ein paar tolle, kürzere Reisen auf dem Plan. Ebenfalls werden wir uns einem neuen Projekt widmen: dem besten, dreiachsigen Geländefahrzeug der Welt……einem Pinzgauer 712 K.

Sehr gerne werden wir unseren Reiseblog weiterhin mit tollen Berichten und Fotos erweitern. Es würde uns riesig freuen, wenn ihr ab und zu reinschauen würdet.

Wir bedanken uns herzlichst bei euch allen. Eure Kommentare, Emails und WhatsApp haben uns immer gut getan, aufgestellt und gefreut. Danke, dass ihr mit uns diese Reise durchlebt habt.

Wir freuen uns, euch in der guten alten Schweiz persönlich zu treffen!

 

Fakten zu Reise 2015/2016:

Wir wurden öfters gefragt, wieviel Geld wird benötigt, um eine solche Reise durchzuführen. Im Internet und in den Foren stehen selten konkrete Zahlen über Reisekosten. In unseren Augen ist der finanzielle Aspekt etwas vom wichtigsten…mit etwas Reserve lässt es sich einfach besser reisen……

Wir haben dies diskutiert und werden unsere Buchhaltung offenlegen. Diese Zahlen können eventuell anderen potentiellen Reisenden helfen, ihre eigene Reise zu planen. Here we go:

 

Reisedauer und Uebernachtungen:

< 16 Monate oder 488 Tage und Nächte on the road

< in der Wohnkabine übernachtet: 458 Nächte oder 94 Prozent

< im Hostel/Motel/Hotel übernachtet: 30 Nächte oder 6 Prozent

 

Kilometerleistung:

Gefahrene Gesamtkilometer: 70’600 km                                                                                          (davon mehrere tausend Kilometer auf unbefestigten Strassen)

Im Detail:

Europa: 16’000 km, USA: 11’000 km, Mexiko: 8’000 km, Belize: 1’200 km, Guatemala: 700 km, Honduras: 2’000 km, Nicaragua: 1’800 km, Costa Rica: 1’500 km, Panama: 1’800 km, Kolumbien 2’500 km, Ecuador: 1’000 km, Peru: 4’600 km, Bolivien: 1’600 km, Chile: 2’900, Argentinien: 3’700, Paraguay: 800, Brasilien: 8’200 km, Uruguay: 1’300

Europa: 16’000 km, Nordamerika: 19’000 km, Mittelamerika: 9’000 km, Südamerika: 26’600 km

Davon René gefahren: 70’480 km oder 99.8 Prozent

Davon Barbara gefahren: 120 km oder 0.2 Prozent (Barbara war dafür die BESTE Navigatorin)

 

Treibstoff:

Durchschnittsverbrauch Diesel auf 100 km: 11,5 Liter

Gesamtverbrauch Diesel: 8’119 Liter

 

Reifenpannen:

Nie, never, nunca !

 

Besuch Autowerkstatt:

< Oelwechsel mit Oelfilter und Dieselfilter: 1x Mexiko, 1x Kolumbien, 1x Brasilien

< Reparatur Radlager hinten links in Peru, Reparatur Radlager hinten rechts in Chile

 

Grenzen:

Grenzübergänge Europa: 14

Grenzübergänge Amerika: 18

 

Internetblog rbkuert.wordpress.com, Zahlen bis 20.07.2016:

Blogbeiträge:  88

Fotos:             1’432

Kommentare: 269

Besucher:      29’772

 

Coiffeur-Besuch Barbara:

1x Mexiko, 1x Peru, 1x Brasilien, 1x Uruguay.

 

Kosten Verschiffung:

Hamburg Deutschland – Baltimore USA: 2’500

Colon Panama – Cartagena Kolumbien: 1’222

Montevideo Uruguay – Hamburg Deutschland: 2’200

 

Flüge für zwei Personen:

Genf Schweiz – Washington DC, via Reykjavik Island: 980.00

Panama City Panama – Cartagena Kolumbien, via Bogota: 660.00

Montevideo Uruguay – Frankfurt Deutschland, via Madrid Spanien: 1’300

 

Galapagos Inseln für zwei Personen:

7 Tage Vollpension auf einem Schiff. Inkl. Flug, Nationalparkeintritte und Trinkgelder: 5’400.00

 

Eigene Buchhaltung:

Gesamtausgabe Diesel: 4’138

Gesamtausgabe Essen und Trinken: 7’148

Gesamtausgabe Übernachtungen: 4’376

Gesamtausgabe Allerlei (Versicherungen, Gebühren, Eintritte usw.): 4’810

 

Gesamtkosten Reise: CHF. 35’000.00

 

 

Uruguay, eine Zeitreise……..

  • Fläche: 176’215 km2 vs. Schweiz 41’000
  • Einwohner: 3.3 Mio vs. Schweiz 8.3 Mio
  • 19 Einwohner pro km2 vs. Schweiz 200 Einwohner pro km2
  • Bruttoinlandprodukt pro Kopf: $ 13’900 vs. Schweiz $ 83’000

Nach der Ankunft europäischer Siedler entwickelten sich die von den Spaniern ausgesetzten Pferde und Rinder auf den weiten Grasfluren der Pampa zu großen Herden, die die Grundlage für den wirtschaftlichen Reichtum des Landes bildeten.

Montevideo, die Hauptstadt, ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern die einzige Großstadt und auch wichtigste Hafenstadt des Landes.

Das Klima ist im Norden subtropisch, im Süden gemässigt. In den Küstenregionen ähneln die Temperaturen den klimatischen Verhältnissen der Küstenregionen von Südfrankreich, Norditalien und Nordspanien, mit klar definierten thermischen Jahreszeiten. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt dort bei 16,5 °C. Der wärmste Monat ist der Januar mit etwa 22 °C, während der Juni der kühlste Monat ist, mit durchschnittlich 10 °C.

Link zu unserer Reise:

http://www.easymapmaker.com/map/848201644c459f774bf25950a5bc2125

 

Wir überquerten die Grenze zu Uruguay in strömendem Regen. Eigentlich hätten wir eine Autoversicherung benötigt und unser Auto hätte nach Lebensmitteln kontrolliert werden sollen. Aber im Zollgebäude hatte niemand Lust nach draussen ins Nasse zu gehen. Also standen wir nach 20 Minuten auf uruguayanischem Boden. Es war bereits 17.00 Uhr und so fragten wir den Zöllner, ob wir nicht auf dem Hinterhof des Zollgebäudes übernachten dürften. Kein Problem, war seine Antwort und es wurde uns sogar erlaubt, die internen Toiletten zu benützen. Uruguay war uns vom ersten Moment an sympathisch!

Es regnete die ganze Nacht und die folgenden Tage. Die Strassen und die Felder konnten das Wasser nicht mehr aufnehmen, alles war überschwemmt. Wir mussten sogar einen Umweg von 250 km machen, weil das Wasser bis zum Bauchnabel von Barbara reichte. Ja, sie machte den kalten Tiefetest freiwillig!

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In den nächsten Tagen hörte der Regen auf und die Sonne zeigte sich am Himmel. Es war zwar immer noch kalt, aber wenigsten trockneten unsere Kleider und das Wohnkabinenzelt. Wir fuhren durch traumhafte Gegenden, ähnlich wie in der Schweiz. Ueberall Kühe und Rinder….nur standen die Tiere unter den Palmen! Wunderschön und so friedlich anzuschauen…..

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In Uruguay trafen wir auch wieder das Team „Charreschmieri“ aus der Ostschweiz. Wir lernten uns bereits in Equador kennen. Auf einer solchen Reise trifft man in verschiedenen Ländern immer wieder die gleichen Leute. Nun sind unsere zwei Teams die letzten die noch auf Reisen sind von unserer Abenteuer Truppe. Wir verbringen ein paar lustige Tage zusammen und hoffen auf ein Wiedersehen in der Schweiz.

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Die meisten Reisenden verbringen nur ein paar Tage in Uruguay. Zum Glück verbrachten wir fast zwei Wochen in diesem schönen Land. Nicht nur die Natur oder die Leute haben uns gefallen, nein, auch die uralten Fahrzeuge! Es ist unglaublich, was hier Autos aus den dreissiger, vierzieger und fünfziger Jahren herumfahren. Zustand oft extrem schlecht…….

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Nuevo Helvecia, ein im neunzehnten Jahrhundert von Schweizern aus Bern und St. Gallen gegründeter Ort, statten wir einen Besuch ab. Wir verbringen ein paar schöne Tage auf dem Hof des Hotels „Granja Hotel Suizo“. Zu Fuss erkunden wir die kleine Stadt. Ueberall entdecken wir Schweizerfahnen, Kantonswappen, Schweizer Kühe, Schweizer Käse, Schweizer Einkaufsladen und von überallher hören wir Ländler-Musik. Die Strassen sind nach Schweizern benannt und es gibt sogar einen Schützenverein! Die ältere Generation spricht noch schweizerdeutsch. Wir beschliessen, die Mutter des Besitzers vom „Granja Hotel Suizo“ im Altersheim zu besuchen. Wer sieht schon ein Altersheim in Uruguay von innen? Rosa ist 90 Jahre jung und immer noch geistig wie körperlich fit. Sie erzählt uns rührende Geschichten über ihre Auswanderung in den vierziger Jahren. Wir zollen der Dame höchsten Respekt, können wir doch die Folgen eines solchen Entscheides in der heutigen, technologisch-modernen Zeit gar nicht mehr vorstellen.

Für Interessierte:

http://www.nzz.ch/uruguays-schweizer-ohne-schweizer-pass-1.16756321

http://www.hotelsuizonuevahelvecia.com/granjahotelsuizo.htm

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Hier ist der richtige Ort, um unsere letzten Tage auf dem amerikanischen Kontinent zu verbringen. Von hier aus planen und organisieren wir die Rückreise von unserem Zebra und unseren Heimflug.

Wir haben momentan grosse Mühe, die Situation einzuordnen. Wir freuen uns auf zuhause, gleichzeitig möchten wir, dass unsere Reise weitergeht. Wir beide haben soviel erlebt, dass wir es oftmals selber nicht glauben können. Aber wir versprechen uns gegenseitig, dass wir weiterhin reisen werden. Also auf zu neuen Abenteuern!

Gleich folgt der letzte Blogeintrag……über unsere Zukunft, über Fakten und Zahlen der Reise und natürlich über ein Dankeschön an unsere Leser……